Robbenschutz
   


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Die Sattelrobbe


Bildmaterial bereitgestellt mit freundlicher Genehmigung von ifaw.org

© by IFAW / Stuart Cook

350.000 im Jahre 2005

Die kanadische Regierung hat für das Jahr 2005 bis zu 350.000 Sattelrobbenbabies zur Tötung freigegeben – das ist mehr als ein Drittel aller Babies dieser Art. Dies ist die größte Zahl an Robben, die von Jägern getötet werden, seit mindestens einem halben Jahrhundert!

   
Mit Keulen erschlagen

Die Baby-Robben werden mit Keulen erschlagen, an denen Eisenhaken befestigt sind, so genannten Hakapiks. Dabei werden die Robben häufig nicht so auf den Schädel getroffen, dass sie vor der Häutung tatsächlich tot sind. Den Augenreflextest, der nach den Vorschriften vor der Häutung durchgeführt werden soll, nahm kein einziger von dutzenden Robbenjägern vor, die Reporter im März auf dem Packeis des St.-Lorenz-Golfs beobachten konnten.

Häutung bei lebendigem Leibe

Zumeist bei lebendigem Leibe werden die Tiere gehäutet. Die Jäger machen sich nicht die Arbeit, den Tod des Tieres zu kontrollieren.

   

Rekordschlachtquote

Für 2003 bis 2005 wurde eine Rekordschlachtquote von insgesamt etwas mehr einer Million Tiere erlaubt. Das kanadische Fischereiministerium begründete dies damit, dass die Robben sich stark vermehrt und dabei die Kabeljaubestände dezimiert hätten.

   

140.000 in drei Tagen

"Mehr als 240.000 Robben seien bereits getötet worden, seit die diesjährige Jagd am 22. März begann", berichtete die Robbenspezialistin des Internationalen Tierschutzfonds (IFAW), Rebecca Aldworth.

"Innerhalb von drei Tagen wurden vor Neufundland fast 140.000 Robben abgeschlachtet", sagte Aldworth weiterhin.

   
Zu den Hauptabnehmerländern für kanadische Robbenfelle gehören Norwegen, Dänemark und China.
   
Klicken Sie hier für die Videodokumentationen der grausamen Abschlachtung [Film]
   
Texte und Videomaterial bereitgestellt mit freundlicher Genehmigung von peta.de
 

Die Sattelrobbe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sattelrobbe
Sattelrobbe
Überordnung : Laurasiatheria
Ordnung : Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung : Hundeartige (Cynoidea)
Familie : Hundsrobben (Phocidae)
Gattung : Echte Hundsrobben ( Phoca )
Art : Sattelrobbe
Phoca groenlandica
Erxleben 1777

Die Sattelrobbe ( Phoca groenlandica ) ist eine in der Arktis verbreitete Robbe aus der Familie der Hundsrobben .

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Die Männchen der Sattelrobbe sind sehr charakteristisch gefärbt und unverwechselbar. Sie sind silbergrau, haben einen schwarzen Kopf und eine schwarze, hufeisenförmige Markierung, die sich von den Schultern über beide Flanken zieht. Da diese in der Form einer Harfe ähnelt, trägt diese Robbe im Englischen den Namen „harp seal“. Weibchen haben ähnliche Markierungen, die aber viel blasser sind und sich manchmal zu einer Fleckenzeichnung auflösen. Sattelrobben sind 170 bis 180 cm lang und wiegen 120 bis 140 kg.

Lebensraum

Sattelrobben sind im Nordpolarmeer verbreitet. Es gibt drei voneinander getrennte Populationen:

  • an den Küsten Labradors und Neufundlands sowie im Sankt-Lorenz-Golf , außerhalb der Fortpflanzungszeit auch an allen atlantischen Küsten Kanadas und Grönlands
  • nördlich von Jan Mayen in der Grönlandsee , außerhalb der Fortpflanzungszeit an den Küsten Svalbards und Ostgrönlands
  • im Weißen Meer , außerhalb der Fortpflanzungszeit in der Barentssee und der Karasee

Sattelrobben bringen ihre Jungen in Treibeisregionen zur Welt und leben auch am Rande des Packeises.

Lebensweise

Beutetiere sind vor allem Fische und Krebse. Dabei tauchen sie bis zu Tiefen von 200 Meter, um ihre Beute zu finden.

Zur Fortpflanzungszeit im Januar und Fenruar wandern die Tiere auf das Eis, um dort ihre Nachkommen zur Welt zu bringen. Hier sammeln sie sich in losen Kolonien von Zehntausenden Tieren. Im Packeis halten sie etwa 90 cm messende Atemlöcher offen, die sich bis zu 40 Tiere teilen. Die Weibchen halten jeweils etwa zwei Meter Abstand zueinander. Männchen kämpfen mit Zähnen und ihren Flossen untereinander um die Weibchen. Ein Männchen paart sich auf dem Eis mit einem Weibchen, eine Haremsbildung oder eine Paarung mit mehreren Weibchen findet nicht statt.

Die Jungen werden nach der Geburt bis zu 12 Tage mit extrem fetter Milch gesäugt, so dass sie täglich fast zwei Kilogramm an Gewicht zulegen. Die Jungtiere („Whitecoats“) haben kein dickes Fettpolster unter der Haut, ihre Wärmeregulation erfolgt durch ein andauerndes Zittern. Auch das weiße Fell ist in diesem Zusammenhang essenziell. Dies besteht, ähnlich wie bei Eisbären , aus transparenten hohlen Haaren, die die Sonnenwärme direkt an die schwarze Haut leiten und diese erwärmen. Nach der Entwöhnung verbleiben die Jungen noch etwa weitere 10 Tage allein auf dem Eis, bis das weiße Jungtierfell ausfällt und durch die charakteristische silbergraue Färbung mit schwarzer Zeichnung ersetzt wird.

Die Weibchen gehen nach der Geburt ihrer Jungtiere wieder begattet, vom gleichen Männchen wie im Vorjahr. Die Tragzeit beträgt entsprechend etwa 11,5 Monate, dabei eingeschlossen eine 4,5 Monate lange Keimruhe , in der sich der Embryo nicht entwickelt.

Bedrohung und Schutz

Ursprünglich soll es eine weltweite Population von neun Millionen Sattelrobben gegeben haben; damit wäre die Sattelrobbe nach dem Krabbenfresser die individuenreichste Robbenart der Welt gewesen. Während sie schon immer von den Inuit und anderen Völkern der Nordpolarregion gejagt wurde, begann die kommerzielle Jagd durch Europäer erst im 16. Jahrhundert, und im 19. Jahrhundert nahm diese Ausmaße an, die schwere Auswirkungen auf die Gesamtpopulation hatten.

Die Whitecoats der Sattelrobben wurden wegen ihres Fells zu Hunderttausenden gejagt und mit Knüppeln erschlagen. Besonders in Neufundland wurde oft fast der gesamte Nachwuchs eines Jahres getötet, die Population drohte auszusterben. Durch internationale Proteste, allen voran den Einsatz der IFAW ( International Fund for Animal Welfare ), brach der Markt für Robbenfelle zusammen, die kommerzielle Jagd auf die Robbenjungen wurde durch internationalen Druck von der kanadischen Regierung weitgehend verboten. Unter strengen Regularien werden allerdings noch immer offiziell jährlich bis zu 275.000 Robben von kanadischen Robbenjägern erlegt, mit der Begründung, die Robben gefährdeten die Fischbestände. Dabei handelt es sich nicht mehr um die Jungtiere, die Tiere dürfen erst nach dem Fellwechsel erlegt werden. Um den Robbenjägern nicht ihre Existenzgrundlage zu nehmen, organisierte IFAW bereits kurz nach Einstellung der Robbenjagd Naturreisen zu den Robbenkolonien, „Sealwatch“ ist heute ein unter Naturfreunden und Fotografen sehr beliebtes Urlaubsvergnügen.

Die andauernde Robbenjagd in Kanada ist alljährlich Ziel der Protestaktionen von Tierschützern. Doch auch Norwegen und Russland jagen weiterhin Sattelrobben. In Russland wird auch das Erschlagen von „Whitecoats“ weiter betrieben.

Literatur

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 6th Edition. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1999, ISBN 0-80-185789-9

 


Unbenanntes Dokument



Armin Maywald

Aktion Kirche und Tiere – AKUT e.V.
www.aktion-kirche-und-tiere.de

Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt
www.albert-schweitzer-stiftung.de

AnimalSpirit
www.animal-spirit.at

Arbeitskreis-Tierschutz e.V.
www.arbeitskreis-tierschutz.de

Das Tier + Wir Stiftung für Ethik im Unterricht
www.tierundwir.ch

Hans-Rönn-Stiftung
www.hans-roenn-Stiftung.de

Initiative jüdischer Tierschutz
www.tierimjudentum.de

Initiative zur Abschaffung der Jagd
www.abschaffung-der-jagd.de

Lassy.org
www.lassy.org

Natur ohne Jagd e.V.
www.natur-ohne-jagd.de

Ökologisch-Demokratische Partei, Kreisverband Baden-Baden
www.oedp-baden-baden.de

Politischer Arbeitskreis für Tierrechte in Europa – PAKT e.V.
www.paktev.de

pro iure animalis
www.pro-iure-animalis.de

RespekTiere e.V.
www.respektiere.at

SOS-Galgos
www.sos-galgos.net

Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei
www.tierschutzpartei.de

Tiere brauchen Freunde e.V. Baden-Baden
www.tiere-brauchen-freunde.de

Tierheim Viernheim
www.tierheim-viernheim.de

Tierherberge Donzdorf
www.tierherberge-donzdorf.de

Tierrefugium Hanau
www.tierrefugium-hanau.de

Vegetarierbund Deutschland
www.vebu.de

 

   
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